Montag, 13. Mai 2013

Im Herzen Münchens

Die Schmidsprechen-Reportage

Schmidsprechen diesmal im Herzen Münchens. Fachkundig angeleitet von Dr. Markus Hundemer vom Bayerischen Amt für Denkmalpflege ging es für OB-Kandidat Josef Schmid zunächst um Architektur: und zwar um geglückte und nicht geglückte Neubauten im historischen Kern Münchens. Zentraler Punkt von Dr. Hundemers Kritik: die Beliebigkeit der Münchner Architektur – pointiert „Architekturgeplapper“ genannt. Er belegte seine These eindrucksvoll an konkreten Beispielen, die repräsentativ für jahrelange Versäumnisse der rot-grünen Stadtplanung stehen. 

Warum die Innenstadt das Handwerk braucht

Im Anschluss besuchte Josef Schmid die alte Hofbräuhaus-Kunstmühle, die von Geschäftsführer Stefan Blum bereits in vierter Generation betrieben wird. 1570 in der Neuturmstraße 3 als Malzmühle erbaut, wurde sie im Laufe der Zeit zur Kunstmühle umgebaut. 1988 eröffnete im Parterre ein Mehlladen, 2010 richtete die Bäckerei E. Knapp & R. Wenig eine Backstube ein. Josef Schmid zeigte sich nach dem Rundgang beeindruckt und sprach sich in diesem Zusammenhang dafür aus, Handwerk und Produktion „unbedingt in der Innenstadt zu halten“.  

Gegen eine komplett autofreie Innenstadt

Über den Viktualienmarkt ging es anschließend zum Alten Hackerhaus, in dem Josef Schmid mit Geschäftsleuten, u.a. dem Wirt Paul Pongratz, die Einzelhandelssituation in der Sendlinger Straße nach dem Umbau der Hofstatt diskutierte. Pongratz sprach sich wie Josef Schmid gegen eine komplett autofreie Innenstadt aus. Die ansässigen Geschäftsleute würden in einem solchen Fall existenzgefährdende Einbußen hinnehmen müssen. Die Folge: Der Verlust der Geschäfts-Vielfalt in der Innenstadt und eine ähnliche Verödung wie in der Fußgängerzone nach Ladenschluss.

Bürgerdialog im Tizian

Beim abschließenden, sehr gut besuchten Bürgerdialog im Cafe Tizian kamen dann alle lokalen und münchenweiten Brennpunktthemen auf den Tisch: der Leerstand der städtischen Immobilien, die Zukunft des Viktualienmarkts, die nicht bedarfsgerechte Kinderbetreuung, die Partybanane, die Erreichbarkeit der Altstadt für Kraftfahrzeuge, das WLAN am Marienplatz und die Problematik organisierter Bettlerbanden aus Südosteuropa. Wie immer wird nun jede Anregung der Bürgerinnen und Bürger von Josef Schmid und der CSU-Fraktion daraufhin geprüft , ob sie als Initiative in den Stadtrat eingebracht werden kann.