Donnerstag, 30. Januar 2014

Hauptsache Liebe

Das Wichtigste ist doch, dass es sie gibt

Unsere beiden Kinder (fünf und sieben Jahre alt) haben neulich von Thomas Hitzlspergers Outing im Radio gehört und ich dachte, ich rede mal mit ihnen beim Abendessen darüber. Auch, um zu erfahren, wie viel und was sie von dem Gehörten verstanden haben und das eventuell zu korrigieren. Beide konnten überhaupt nicht verstehen, warum es überhaupt etwas Außergewöhnliches ist, wenn ein Mann einen Mann liebt und eben nicht eine Frau. Sie meinten, dass es doch egal sei, wen man liebt und wen nicht. Hauptsache, man hat überhaupt jemanden lieb, denn sich lieb haben ist doch was Schönes!

Unsere fünfjährige Tochter hat gleich ein mit uns befreundetes schwules Paar als Beispiel angeführt und dass es doch toll sei, wenn man dann ein eigenes Hotel hat (da hat sie jetzt etwas verwechselt, aber trotzdem süß).

Ich fand dieses unbefangene Verständnis toll. Natürlich weiß ich, dass meine Kinder später noch anderen Einflüssen ausgesetzt sind und sich gesellschaftliche Rollenklischees nicht von heute auf morgen ändern. Aber es wäre doch großartig, wenn diese Generation mit einer selbstverständlichen Toleranz für verschiedene Lebensformen aufwächst.

Vielleicht bin ich zu blauäugig – aber ich halte es für wahrscheinlich, dass es diese mediale und gesellschaftliche Aufregung um ein Outing bald nicht mehr geben wird. Ich würde es mir jedenfalls wünschen.



Freitag, 24. Januar 2014

Der 6er im Lotto

– oder: finde einen Kinderbetreuungsplatz in München

 

Ich habe mich heute mit meinen beiden engsten Freundinnen über die Einschulung unserer jeweils zweiten Kinder in diesem Jahr unterhalten. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge haben wir festgestellt, wie schnell die Kinder doch groß geworden sind. Es ist kaum zu glauben, dass für unsere Kleinen nun auch der „Ernst des Lebens“ beginnt. Doch in einem Atemzug kam die Frage auf: Wie sieht’s mit den Hort und Mittagsbetreuungsplätzen dieses Jahr aus? Gibt es genügend? Wir haben ja alle auch einen Job, der uns täglich länger als bis Unterrichtsende beansprucht.

Schon bei unseren ersten Kindern haben wir jedes Mal geschwitzt, wenn es um die Vergabe von Kinderkrippen, Kindergärten und Hort-  bzw. Mittagsbetreuungsplätzen ging. Jedes Mal wussten wir bis zur letzten Minute nicht, ob es klappt. Ob wir unsere teils mühsam erarbeitete Rückkehr in den Beruf nicht wieder aufgeben müssen. Das hat immer extrem viel Kraft und Zeit gekostet, die wir sinnvoller mit unseren Kindern hätten verbringen können.

Berufstätige Mütter und Väter sind ja nicht nur solche, die sich um jeden Preis selbst verwirklichen wollen. Jeder hat seinen eigenen, individuellen Lebensentwurf. Gerade in München sind für viele Familien zwei Einkommen zwingend notwendig, um sich das Leben in dieser Stadt überhaupt leisten zu können. Lebensentwurf hin oder her. Für mich persönlich bedeuten mein Arbeitsplatz und mein Einkommen auch eine gewisse Unabhängigkeit. Außerdem machen mir mein Job und die Arbeit im Team sehr viel Spaß und ich kann mir nicht vorstellen, darauf ganz zu verzichten.

Aber was wird jetzt? Mittlerweile gibt es zwar eine gewisse Erleichterung, was die Anmeldung und die Vergabe für Krippen- und Kindergarten-Plätze angeht, aber immer noch gleicht die Vergabe einem unkalkulierbaren Lotteriespiel. Die Anmeldung für die Hortplätze läuft bereits, der Tag für die Schulanmeldung und die Anmeldung für die Mittagsbetreuung ist in diesem Jahr der 2. April. Danach heißt es warten und hoffen. Selbst der Bonus des Geschwisterkindes gilt längst nicht mehr überall. Mir wurde diese Woche jedenfalls schon mitgeteilt, dass es extrem knapp wird, noch einen Platz zu ergattern.

Unsere Gesellschaft hat sich längst verändert. Wir alle sind mehr und mehr gefordert, flexibler, offener und schneller auf sich verändernde Umstände zu reagieren. Ich finde: der Weg zu Ganztagesschulen und einer vernünftigen Ganztagsbetreuung muss jetzt konsequent angegangen werden. Für jede Familie, die Kindebetreuung in Anspruch nehmen muss oder will.



Dienstag, 21. Januar 2014

Warum ich blogge

Ich habe schon immer gerne geschrieben – Aufsätze, Tagebuch, Briefe an Familie und Freunde, Emails an Bekannte. Mit der Zeit entwickelt man seinen eigenen Blick auf politische und gesellschaftliche Themen, nicht selten auf der Basis  von ganz anderen Informationen als denjenigen, die mein Mann jeden Tag in seinem politischen Alltag bekommt. Ich sehe meine Aufgabe auch darin, ihn mit diesen – meinen – Sichtweisen zu unterstützen, ihm einige Themen auch emotional näher zu bringen, von denen er sonst vielleicht nur auf einer abstrakten Ebene erfahren würde.

Vor diesem Hintergrund entstand die Idee für meinen Blog: Berichte über die kommenden Wahlkampfwochen aus meiner Perspektive. Auf der Website meines Mannes.

In meinem Alltag versuche ich, unsere fünf und sieben Jahre alten Kinder, meinen Beruf im Online Marketing und die ehrenamtlichen Engagements, die mir sehr am Herzen liegen (zum Beispiel der Kampf gegen Brustkrebs) unter einen Hut zu bekommen. Dabei jongliere ich fast jeden Tag und nicht immer erfolgreich mit der Zeit – so wie alle berufstätigen Mütter, die ich kenne.

In meinem Alltag habe ich sehr häufig mit Menschen zu tun, für die eine gut funktionierende Politik wichtig ist. München ist wunderschön, aber wenn man mit offenen Augen durch die Stadt geht, fallen doch einige Dinge auf, die im Argen liegen und angepackt werden müssen. Angefangen mit den Problemen der alleinerziehenden Mutter, die keine bezahlbare Wohnung findet, über unzumutbare Schulgebäude, bis hin zur aktuellen Misere in Münchner Kliniken.

Darüber und noch vieles mehr werde ich in den nächsten Monaten hier berichten.

Viel Spaß beim Lesen meiner Beiträge!

 



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